Neulich konnte man in der Tagespresse aber auch in einigen Laufmagazinen von einer Wasservergiftung lesen. Bei einem Ironman in Frankfurt ist ein Brite gestorben nachdem er zuviel Wasser getrunken hat, dies wurde von vielen Medien als Wasservergiftung bezeichnet. Es war aber nicht das Wasser ansich das ihn getötet hat sondern das daraus resultierende Fehlen von Salzen.

 

Dies wird als Hyponatriämie bezeichnet und bedeutet nicht mehr oder weniger als dass der Natriumionenspiegel im Blut zu niedrig ist. Genauer handelt es sich in dem Fall um eine Verdünnungshyponatriämie. Es wird zuviel reines Wasser (hypotone Flüssigkeit) zu sich genommen. Dadurch wird das Plasmavolumen des Bluts soweit erhöht das durch gleichzeitiges starkes Schwitzen (Abgabe von Kochsalz)  eine sehr geringe Natriumkonzentration die Folge ist.
Der Normwert der Natriumkonzentration im Blut liegt bei Erwachsenen zwischen 135 und 150 mmol/l und eine schnelle Abnahme auf Werte unter 120 mmol führt zu einem Hirnödem inklusive Kopfschmerzen Übelkeit, Tremor und nicht selten epileptischen Anfällen. Kritisch ist bereits ein Absinken unter 135 mmol. Denn wenn die Natriumionenkonzentration im extrazellulären Raum geringer ist als im intrazellulären, wird auf Grund des osmotischen Drucks Wasser ins Gewebe eingelagert was dann zu einem Ansteigen des Schädelinnendrucks und einem Hirnödem führt.

Der Sportler beim Ironman in Frankfurt hatte während des Wettkapfs ausschließlich große Mengen Leitungswasser getrunken.
Hinter der Zielliene ist der 30-Jährige Brite dann zusammen gebrochen, und wurde dann im Krankenhaus intensivmedizinisch versorgt. Trotz einer Notoperation am Gerhirn um den Druck zu senken starb der junge Mann nach drei Tagen.

 

Bei intensiver körperlicher Anstrengung wie Marathonläufen, Triathlon oder Ultraläufen sollte deshalb auf eine Versorgung mit isotonischen Getränken oder Salznachschub geachtet werden. So gibt es bei Ultratrail eigentlich immer etwas salziges. Seien es Hartwurst oder Käse/Tomaten die man in Salz dippt, sehr beliebt sind auch rohe Kartoffeln die man in Salz taucht. Auch salzige Doritochips werden oftmals gereicht.
Auch beim Trinken sollte man sich schon auch auf sein Durstgefühl verlassen ( auch wenn uns da viele Sportwissenschaftler erzählen dass es angeblich vom Leistungsaspekt schon zu spät ist zu Trinken wenn man Durst hat) und nicht wie viele dies bei Marathons machen einfach Unmengen von Wasser reinzukippen.

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nur so nebenbei: Wieso essen wir so gerne salzige Chips ? Warum schmeckt salzig so gut ?

Salz ist lebensnotwendig
Früher war es relativ schwierig viel Salz aufzunehmen ( in der Jäger und Sammlerzeit und früher). Aus diesem Grund wird eine Salzaufnahme mit einer Dopaminausschüttung "belohnt", so ähnlich wie mit Zucker etc.